Das Leben der Wildbienen

Lebensraum & Wildbienennester

Rund 580 Wildbienenarten kommen in Deutschland vor, sie unterscheiden sich nicht nur äußerlich, sondern auch in der Wahl ihres Lebensraums, der Futterquellen und des Nistplatzes. Je nach Art bauen die Weibchen einzelne Nester im Erdboden, in Hohlräumen, z. B. Mauerritzen oder hohlen Pflanzenstängeln , in kahlen Steilwänden (Lehm, Löss oder Sand), in markhaltigen Pflanzenstängeln oder in morschem, trockenem Holz. Sogar leere Schneckenhäuser werden von manchen Mauerbienenarten genutzt. Koloniebrüter wie die Sand- und Seidenbienen bauen ihre Erdnester dicht nebeneinander. Im Garten werden außer natürlichen Nisthilfen auch von uns bereitgestellte Kinderstuben angenommen, etwa Schilfröhren, Sandflächen ohne Bewuchs oder Holzblöcke mit Bohrgängen.

Fortpflanzung & Wildbienenlarven

Ab dem Frühjahr bauen viele Wildbienen-Arten ihre Nester in Röhren, die in mehrere Kinderstuben unterteilt werden. Sie kleiden die Röhrenwände mit einem Sekret zum Schutz vor Schimmelpilzen aus, legen das erste Ei im hinteren Teil ab, lagern Pollen und Nektar als Larvenfutter ein und verschließen die Brutzelle mit Lehm, Laubteilen oder Harz. Dann folgt die nächste Brutzelle, bis die Röhre voll ist und vorne verschlossen wird. Aus Larve und Puppe entwickelt sich innerhalb eines knappen Jahres die erwachsene Wildbiene. Sie schlüpft im Frühjahr und paart sich. Die kurze Lebenszeit der Männchen ist damit beendet, die Weibchen sterben nach der Eiablage. Manche Arten bevorzugen zum Nisten ungebrauchte Röhren, andere schieben die Reste der letztjährigen Brutzellen einfach nach hinten und ziehen davor eine Lehmwand ein.

Wildbienenarten

Wildbienen sind unverzichtbar für die Bestäubung unzähliger Kultur- und Wildpflanzen und damit auch für unser Obst und Gemüse im Garten. Naturnahe Gärten bieten ihnen einen Lebensraum und helfen, die zunehmend gefährdeten und ernsthaft bedrohten Nützlinge zu erhalten.

Die Rolle der Wildbienen

Als fleißige Nektar- und Pollensammler sind Bienen nicht nur die wichtigsten Pflanzenbestäuber, die für reiche Ernten sorgen, sie tragen auch auf unersetzliche Weise zur Biodiversität bei. Die Wildbiene braucht uns und wir brauchen sie.

Nektar- und Pollenpflanzen locken Bienen an, indem sie süßen Nektar produzieren. Von Blüte zu Blüte, nimmt sie in ihrem Pelz Pollen mit und befruchtet auf der Suche nach Nahrung ganz nebenbei Blumen und Bäume. Ein Kreislauf, in dem jeder jeden braucht. Doch Bienen dienen nicht nur der Pflanzenvielfalt: Ein Drittel aller Lebensmittel, die wir essen, gäbe es nicht ohne ihre Bestäubung. Die meisten Getreidesorten wie Weizen, Reis und Mais werden zwar mithilfe des Windes befruchtet, aber knapp 80 Prozent der Nutzpflanzen gibt es nur durch die Mithilfe der Honig- und Wildbienen. Darüber hinaus wirken sie dabei mit, das ökologische System aufrechtzuerhalten. Könnten sich Wildgewächse nicht fortpflanzen, würden Nahrung und Wohnstätten für viele Tiere fehlen. Denn ohne Bienen keine Pflanzen, ohne Pflanzen keine Samen, ohne Samen weniger Kleinlebewesen, ohne diese weniger Vögel und so weiter. Zwar sind die pelzigen Flieger nicht die einzigen Bestäuber, auch Schmetterlinge, Käfer und Vögel helfen mit, aber vor allem in Europa kommt ihnen die wichtigste Rolle zu.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen

Kauf auf Rechnung

Gemeinsam mit unserem Partner Klarna jetzt kaufen und erst nach Erhalt der Ware bezahlen. 

DHL Versand

Wir versenden unsere Ware ausschließlich mit DHL um den besten Service und die zuverlässigste Lieferung zu gewährleisten. 

Geld zurück Garantie

Wir von Bee Together sind überzeugt, dass Dich unsere Produkte begeistern werden. Solltest Du jedoch nicht zufrieden sein, kannst du Deinen Artikel nach Erhalt an uns zurücksenden und wir erstatten dir den vollen Kaufpreis.

Telefon Support

Hast Du Fragen rund um Deine Bestellung oder zu einem unserer Produkte? Rufe uns gerne unter der +49157 35269761 an.